Weisheiten – ewige

Das Selbst

Das Selbst ist einzig. Unbeweglich, ist es schneller als Gedanken. Die Sinne holen es nicht ein; denn stets ist es im Vorsprung. Stillstehend, überholt es alles sich Bewegende. Ohne das Selbst gibt es kein Leben.

Der Tor vermeint, das Selbst bewege sich, doch es bewegt sich nicht. Dem Toren scheint es weit entfernt, doch ist es nah. Es ist in allem und auch außerhalb von allem.

Wer alle Wesen im Selbst sieht und sein Selbst in allen Wesen, der hasset nicht mehr.

Erleuchtung heißt: das eigene Selbst im ganzen Weltall finden. Überwunden hat Wahn und Sorge, wer überall die Einheit sieht.

Allgegenwärtig ist das Selbst, strahlend, ohne Leib, ohne Knochen, ohne Fleisch, vollkommen, rein und unberührt vom Bösen. Der Seher, der Denker, der Eine, der Höchste über alle Welt und aus sich selbst Seiende, der seit Ewigkeit die Welt schafft.

O Sonne, der Wahrheit Antlitz ist verhüllt von deiner goldenen Scheibe. Entferne sie, auf dass ich Wahrheitssucher der Wahrheit Herrlichkeit erblicken kann.

Erhalter du, Seher, Beherrscher des Himmels und der Erde – o leuchtende Sonne, du Lebensquell der Kreaturen – verhüll’ dein Licht und sammle deine Strahlen! Lass deine liebliche Gestalt durch deine Gnade mich erblicken. Das Wesen, das dir innewohnt, dies Wesen, das bin ich.

Das Geheimnis der Unsterblichkeit ergründet nur der Herzenreine, wenn er, versenkt in tiefster Andacht, erkennt:

Das Selbst in mir und Brahman (das Absolute) außerhalb sind Eines. Einssein mit Gott, das ist Unsterblichkeit!

Upanischaden

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„Die Kundalini ist Deine innere Mutter. Sie war schon immer mit Dir während aller Zeitalter. Und sie hat auf diesen Tag gewartet um Dir die Selbstverwirklichung zu geben.“

Zitat Shri Mataji Nirmala Devi, 19790611, London

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„Wenn die Tore der Wahrnehmung gereinigt wären, würde dem Menschen alles so erscheinen, wie es ist: unendlich.“      –      William Blake

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„Man sollte sich mit dem Atma (dem Geist Gottes) identifizieren, mit dem Zeugen, der an keiner Handlung teilnimmt, der denkt: ‚ich bin der Zeuge, der Beobachter dieser Dinge, die ich mag oder nicht mag.‘ So gelingt uns die Identifikation mit dem beobachtenden Bewusstsein. Wir erkennen: ‚ich bin weder dieser Körper, noch diese Sinnesorgane, weder das Ego, noch die Gedanken, noch der Intellekt, ich bin in alldem. Ich bin das ewige, innerste Bewusstsein des Beobachters, der Zeuge all dieser sich ständig wandelnden Erscheinungsformen‘.“     –     Shri Adi Shankaracharya

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„Erschaffe, aber besitze nicht; handle, aber hänge nicht daran; beschütze, aber befiehl nicht. Das ist die versteckte wahre Tugend. Leere deinen Verstand von allen Gedanken und lass dein Herz in Frieden sein. Beobachte den Aufruhr der Lebewesen aber denke über ihre Genesung nach. “ Meister Lao Tse

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“Geh nicht in den Blumengarten, oh Freund, geh nicht dorthin. In deinem Körper ist der Blumengarten. Nimm deinen Platz ein im tausendblättrigen Lotus, Und von dort blicke auf die unendliche Schönheit. Es gibt einen seltsamen Baum, der ohne Wurzeln steht, der Früchte trägt ohne zu blühen. Es hat weder Äste noch Blätter. Er ist durch und durch Lotus. Zwei Vögel singen dort: Der eine ist der Meister und der andere der Schüler. Der Schüler wählt die mannigfaltigen Früchte des Lebens und kostet sie und der Meister betrachtet ihn mit Freude.“   –  Kabir

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„Nach meiner Selbstverwirklichung war ich verwundert, wie mein Verständnis von jedem Aspekt des Lebens sich in seiner vollen Pracht manifestierte. Wie die Blumen wissen wir nicht, was für einen Duft wir haben.“  –  „Babamama“, Shri H.P. Salve

 

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